Gerade jetzt nach der Erdbeben und Atom Katastrophe in Japan soll sich Mensch diese Frage zu recht stellen:
Wer ist eigentlich Schuld an einem Erdbeben?
Der Mensch oder die Mutter Natur?
Zuerst sollte man sich klar sein, was Gezeitenkräfte sind.
Unter den Gezeiten oder den Tiden versteht man die von den Gezeitenkräften angetriebene periodische Wasserbewegung während Ebbe und Flut, die zu Tidehochwasser und Tideniedrigwasser an den Küsten der Ozeane führt. Die auf die Erde wirkenden Gezeitenkräfte sind von der Gravitation – Anziehungkraft – zwischen Erde und Mond und zwischen Erde und Sonne verursacht. Die Erde ist auch im Vergleich zum Mondabstand und noch viel grösseren Sonnenabstand gross genug, dass die Anziehungskräfte von Mond und Sonne nicht an allen Stellen gleich sind und folglich Gezeitenkräfte bestehen. Obwohl die Sonne viel weiter von der Erde entfernt ist als der Mond, verursacht sie doch Gezeitenkräfte, die fast halb so gross wie die vom Mond stammenden sind. Ursache ist ihre im Vergleich zum Mond sehr viel grössere Masse.
Ist der Mond Schuld?
Bislang war es nur eine Vermutung dass die Geeitenkräfte einen Erdbeben auslösen können. Nun ist einem Team um Laurent Metivier vom Nationalen Geografischen Institut Frankreichs (IGN) erstmals der Nachweis gelungen. Spannungen zwischen tektonischen Platten lösen sich gehäuft, wenn Gezeitenkräfte am Gestein zerren. Mit anderen Worten: Die Erde bebt tatsächlich häufiger, wenn die Anziehungskraft des Mondes besonders stark wirkt.
Die Gravitation des Trabanten hebt nicht nur die Wassermassen der Meere an und verursacht so Ebbe und Flut. Sie zieht auch die feste Erdoberfläche an und hebt den Boden, in mittleren Breiten zum Beispiel um bis zu 35 Zentimeter. Dabei kann sich die aufgestaute Spannung zwischen verschiedenen geologischen Schichten ruckartig entladen – es kommt zu einem Erdbeben. Um den Zusammenhang zwischen Mond und Beben statisch zu untermauern, werteten Metivier und seine Kollegen 442’412 Ereignisse aus, die weltweit zwischen 1973 und 2007 stattgefunden hatten.
Die Gute Nachricht:
Der Mond hat zwar Einfluss, aber lediglich bei 0.2 bis 0.3 Prozent aller Erdbeben konnten die Forscher einen Zusammenhang mit den Gezeiten, also mit hoher Tide, belegen. Eine höhere Wirkung hat der Trabant bei leichten Erdbeben mit einer Magnitude unter 4 auf der Richter Skala, deren Epizentrum zudem nicht tiefer als 20 Kilometer lag. In diesen Fällen erhöht sich die Rate auf 0.6 bis 0.7 Prozent. Dies sei darauf zurückzuführen, erläutet Metivier, dass “die Wirkung durch die Gezeiten in der Nähe der Erdoberfläche viel grösser ist als in der Tiefe”. Erdbeben mit grossen Magnituden seien deshalb von den Gezeitenkräften vermutlich kaum zu beeinflussen. Das bedeutet, dass vor allem an grossen Beben ist der Mond meist schuldlos!
Die schlechte Nachricht:
Der Mensch, mit seinen “neuesten technischen Erfindungen” ist immer noch das grosste Risikofaktor an einer Apoklypse…
Und was denken Sie? Wer ist Schuld an einen Erdbeben u/o an einer Atom Katastrophe?
Freue mich über jede Kommentar…
















