Es ist eine sehr kuriose Wissenschaft eine Sprache zu erschaffen, dass sich die Menschen und Roboter verstehen können.
Der Professor für Industriedesign an der Technischen Universität Eindhoven – Hr. Christoph Bartneck, entwirft eine neue Sprache für Menschen, damit die Menschen endlich mit den Machinen kommunizieren können.
Warum kann mein Roboter nicht einfach Deutsch lernen?
Diesem Ziel jagen Informatiker seit 30 Jahren hinterher, mit geringem Erfolg. Natürliche Sprachen sind oft mehrdeutig und unlogisch. Damit unsere Roboter uns verstehen können, brauchen wir eine einfache, eindeutige Sprache – so wie Robot Interaction Language – ROILA.
Was zeichnet diese Kunstsprache denn aus?
Sie ist für Androiden schon akustisch leichter zu verstehen, weil kein Wort klingt wie das andere. Das garantiert eine Software, die jede Vokabel entwirft. Und die Sprache hat die einfachst mögliche Grammatik. Sie kennt keine Artikel, keine Fälle und keinen Plural!
Wie hört sich das denn an?
Zum Beispiel so: “Pito loki wikute.” Das heisst: “Ich mag diese Frucht.” Es klingt zwar ziemlich fremd, aber ROILA ist auch für Menschen leicht zu erlernen. Nicht nur wegen der simplen Grammatik. Die Sprache verwendet ausschliesslich Laute, die in allen grossen Sprachen geläufig sind. Und je öfter ein Begriff genutzt wird, desto kürzer ist das enstsprechende ROILA-Wort.
Und wie viele Menschen sprechen denn ROILA?
Bislang nur vier. Aber im nächsten Jahr werden 20 Kinder der Internationalen Schule in Eindhoven ROILA lernen, um Lego-Roboter damit zu steuern. Das wird für uns alle ein spannendes Experiment.
















